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Das Leben eines Straßenhundes

 

Das Leben eines Strassenhundes

An meine Geburt und meine ersten Lebenswochen kann ich mich nur noch wenig erinnern.meine Mutter war sehr mager und schwach.Ich und meine sechs Geschwister bekammen immer nur sehr wenig Milch.Zu wenig,um Kraft zu schöpfen und zu wachsen, aber zu viel zu sterben.

Manchmal wünschte ich mir zu sterben und einfach einzuschlafen.Aber da waren ja noch meine Geschwister und ich konnte sie nicht einfach alleine lassen,das durfte ich nicht,denn sie brauchten mich.

Nachts war es immer sehr kalt,oft lagen wir unter einem umgefallenen Baum,um uns vor dem starken Wind und Regen zu schützen.Schon ein paar Wochen nach meiner Geburt wurde es immer kälter und kälter. Meine Mutter,die immer schwächer wurde,schaute besorgt in den Himmel.Sie wusste,dass es jetzt noch schwerer werden würde,zu überleben.Es wurde immer kälter und irgendwann fielen diese weissen Flocken vom Himmel.Ich schaute ihnen gerne zu, wie sie im Wind auf und ab tanzten.Sie wirkten auf mich so frei und unbeschwert.

In einer Nacht, die besonders kalt war ,lagen wir alle aneinander gekuschelt.Mein kleinstes Geschwisterchen zitterte furchtbar und ich legte mich noch mehr über sie,um sie zu wärmen.Ich spürte ihr weiches Fell und ihre dünnen und spitzen Knochen.Ihr war so kalt,dass sie vor Schmerz leise vor sich hin wimmerte.
Ihr Atem war flach und kurz,ich blickte sie traurig und besorgt an.Ich spürte wie das Leben aus ihrem kleinen Körper wich.

Eine Träne kullerte aus ihrem winzigen und traurig schauenden Augen.Ein letzter Abschiedsgruß von meiner kleinen so sehr geliebten Schwester.Das zu sehen,brach mir das Herz.Ich weinte und jaulte die ganze Nacht den Kummer aus meiner Seele.

Doch es half nichts.Nichts und niemand konnte sie mir zurückgeben.Hätte ich ihr mehr Wärme schenken müssen?????

Ihr etwas von der wenigen Milch,die ich immer bekam,überlassen sollen????

So viele Fragen und keine Antwort.Aber was geschehen war,konnte ich nicht mehr rückgängig machen.Am nächsten Morgen mussten wir sie zurücklassen.Der Schnee bedeckte ihren leblosen Körper,bis irgendwann nichts von meinem geliebten Geschwisterchen mehr zu sehen war.Meine Mutter versuchte mich und meine Geschwister zu trösten.Sie wusste,dass mein jüngstes Geschwisterchen nicht die einzige bleiben würde,die uns verließ.......

In den nächsten Wochen starben drei weitere Geschwister von mir.Sie alle bedeckte der Schnee einem nach dem anderen,als hätte es sie nie gegeben.Eines Abends lagen ich und die übrigen gebliebenen Welpen schon zusammengekuschelt unter einem umgefallenen Baum.Es wurde schon dunkel und die Nacht brach langsam ein.Weil es immer kälter wurde,kuschelten wir uns immer enger zusammen und warteten sehnsüchtig auf unsere Mutter. Wir hatten alle schon schrecklichen Hunger.Eines meiner Geschwisterchen fing langsam an bitterlich zu weinen.Ich versuchte sie zu trösten,doch wie?Auch ich sehnte mich furchtbar nach meiner Mutter.Wir lagen die ganze Nacht wach und warteten auf sie.Es wurde sogar schon hell,doch sie kam nicht.

SIE KAM NIE WIEDER.......

Wir mussten uns damit abfinden und klarkommen,dass sie jetzt nicht mehr da war und uns nicht mehr versorgen konnte.Mit tiefer Trauer und erdrückender Hoffnungslosigkeit gingen wir weiter.Wir drei waren die Einzigen,die übrig geblieben waren,wir hatten nur noch uns.Eines Nachts hörten wir Schritte.Wir lagen unter einem Felsen auf einer kleinen Lichtung in einem kleinen Park.Auf einmal sahen wir Lichter auf uns zukommen.Wir wussten sofort,dass wir wegrennen mussten.

Unsere Mutter hatte uns schon oft von ihnen erzählt.Jeder,der von ihnen gefasst wurde,wurde nie wieder gesehen.Wir fingen an zu rennen, immer schneller,so schnell wie wir konnten.Ich sah eine etwas größere Wurzel.Ein Hoffnungsschimmer duchfuhr meinen Körper.Ich nahm meine ganze Kraft zusammen und rannte zur Wurzel.Doch in der hohlen Wurzel angekommen,verflog meine Freude in Sekundenschnelle.Denn ich bemerkte erst jetzt,dass meine Geschwister nicht bei mir waren.Erschrocken,panisch und  voller Angst schaute ich aus der Wurzel heraus.Ich konnte weder meine Geschwister noch die Menschen mit den Lichtern sehen.In mir brach die Panik aus.

Hatten sie denn nicht gesehen,wo ich hingerannt war??????
Plötzlich hörte ich einen Schrei,der mich mitten ins Herz stieß.Er konnte nur von einem meiner Geschwister gewesen sein......und ich wusste auch,was das bedeutete.So schreien kann man nur einmal,ein einziges Mal.Am, liebsten wollte ich einfach losweinen,doch ich durfte nicht,sonst würden sie mich auch noch finden und mit mir dasselbe wie mit einem meinen Geschwistern machen.

Die Nacht dauerte lang,so lang wie noch nie.Ich war als Einziger übrig geblieben.Mein letztes Geschwisterchen,von dem ich nicht wusste was mit ihm passiert war,sah ich nie wieder.

Zwei Jahre ist das jetzt her.....
Jetzt liege ich hier an einen Laternenpfahl angelehnt im kalten Schnee.An mir fahren viele Autos vorbei.Manche Menschen  schauen mich sogar an.Doch alle wenden ihre Blicke wieder von mir ab.Ich würde ja aufstehen und weiterlaufen, doch ich spüre meine zwei Hinterbeine nicht mehr und habe auch nicht mehr genug eigene Kraft.
Außerdem würde es ja sowieso nichts bringen.

Das weiß ich einfach.Ich stelle mir immer wieder eine Frage

"WARUM DAS ALLES?"

Warum musste ich alle meine Geschwister verlieren?
Warum musste ich meine Mutter verlieren?
Warum hält niemand an und HILFT mir?
Ich hatte das Gefühl als würde die Zeit nie verstreichen.Irgendwann schloss ich einfach die Augen.Mein Körper fühlte sich leicht und unbeschwert an.Die Welt kam mir auf einmal so sonnig und schön vor.Ich glaubte sogar meine Geschwister und meine Mutter zu sehn.......

DANN WAR DAS LEID VORBEI:::::
ENDLICH HATTE ES EIN ENDE........

Auf der Strasse geboren,um auf der Strasse zu sterben,wie so viele andere auch......

Euer Straßenhund
 
Verfasser unbekannt

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