Impfungen
Von Heilpraktikerin Claudia Papst-Dippel Volkmarsen

Das Thema Impfungen wird häufig sehr emotional belegt. Impfbefürworter verunglimpfen nicht Geimpfte als unsozial und gefährlich, Impfgegner behaupten, dass Impfungen einem Massenmord gleichkämen.
Dieser Entgleisung einer notwendigen Diskussion kann man nur durch Information aller Beteiligten begegnen. Nur wer informiert ist über alle Aspekte des Impfens, kann sich ein Bild machen und letztendlich eine Entscheidung treffen.
Die Information betrifft zwar vor allem die medizinische Seite des Impfens, sollte aber auch die rechtlichen Aspekte und den Umgang der Behörden mit diesem Thema umfassen. Alle offiziellen Informationen sind via Internet beim RKI (Robert-Koch-Institut), FLI (Friedrich-Löffler-Institut) und PEI (Paul-Ehrlich-Institut) zu beziehen. Außerdem haben alle großen Impfstoffhersteller Homepages mit einigen Informationen. Gut recherchierte kritische Stellungnahmen kann man unter dem Stichwort Impfreport finden.
Hinter einer Impfung steht prinzipiell der Gedanke Krankheiten zu verhindern, die ansonsten gefährlich sein könnten. Das führt schon zu einem ganzen Fragenkomplex. Ist dieser Impfling überhaupt anfällig für diese Erkrankung? Wie gefährlich ist die Erkrankung wirklich gefährlich oder führt sie nur bei Abwehr geschwächten Organismen zu Komplikationen? Gibt es einen Sinn hinter der Erkrankung, z.B. einen Lerneffekt unseres Immunsystems, der dann auch vor anderen Gefahren wie Allergien schützt? Das sind nur einige Fragen, die vor einer Impfentscheidung diskutiert werden sollten.
Weiterhin sollte man sich mit den Inhaltsstoffen von Impfseren auseinandersetzen. Viele Impfstoffe enthalten herstellungsbedingt giftige Stoffe wie Formaldehyd, Aluminiumhydroxid und gar das Nervengift Thiomersal, die giftigste Quecksilberverbindung überhaupt. Ein impfender Arzt ist verpflichtet über diese Inhaltsstoffe und mögliche Nebenwirkungen, auch wenn sie noch so selten vorkommen, zu informieren. Ebenso muss er über die, durch die Impfung zu verhindernde Krankheit, ihre Behandlungsmöglichkeiten und Komplikationen informieren.
Vor der Impfung sollte eine Gesundheitsprüfung des Impflings gemacht werden und über mögliche Allergien gegen die Inhaltsstoffe gesprochen werden.
Natürlich gibt es noch eine Grundvoraussetzung, die vorab zu klären ist. Gibt es entsprechende Wirkungsnachweise und Hersteller unabhängige Sicherheitsstudien zu den entsprechenden Impfstoffen? 2008 wurde z.B. ein Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit in Verkehr gebracht, obwohl er gar nicht zugelassen und abschließend sicherheitsgeprüft war. Auch die abschließenden Studien für den HPV-Impfstoff Gardasil lagen bei Beginn der Impf- aktionen noch nicht vor. Man beachte dabei auch, dass es Unterschiede zwischen Zulassungen in unterschiedlichen Ländern gibt. Auch die Beipackzettel der Impfstoffe enthalten oft unterschiedliche Angaben. Zur Angabe der Wirksamkeit von Impfungen sollte man noch wissen, dass diese immer an der Höhe der auftretenden Antikörper gemessen wird. Es findet also kein direkter Vergleich zwischen Geimpften und nicht Geimpften statt und auch keine Überprüfung von Erkrankung oder nicht Erkrankung nach Impfung.
Da ein hoher Antikörpertiter nicht gleichzusetzen ist mit Immunität gegen eine Erkrankung, kann natürlich auch ein Geimpfter Organismus erkranken. Einen 100%igen Schutz gibt es also nicht und es kann auch keiner voraussagen, ob gerade dieser eine Organismus trotz Impfung erkranken wird. Es gibt allerdings noch einen Grund, warum man trotz Impfung erkranken kann und zwar den Unterschied zwischen den wild auftretenden Erregern und den Erregerstämmen aus den Impfstofflaboren. Ganz deutlich wird dies bei der Grippeimpfung, die ja aus den Erregern vorheriger Jahre hergestellt wird.
Aus den o.a. Gründen ergibt sich eine schwierige Entscheidungslage für oder gegen eine Impfung. Impfungen wirken eben nicht nur auf unser Immunsystem, sondern über die weiteren Inhaltsstoffe auch auf andere Körpersysteme. Darüber sollte sich jeder Impfling, jedes Elternteil und jeder Tierhalter genauestens informieren.