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Vitamin K1 - Faktensammlung - Vitamin K1

Biochemische Abläufe in Verbindung mit Vitamin K1


K1-/K2-Funktion bewirkt wahrscheinlich Coenzymfunktion bei besonderem Elektronentransport (K <-> Chinon <-> Hydrochinon)
K1 bietet als Coenzym-Q10-"Verwandter" Schutz ungesättigter Fettsäuren in Biomembranen vor molekularem Sauerstoff
K1 bietet als Coenzym-Q10-"Verwandter" Oxidationsschutz für Fette in den Speicherdepots der Leber und anderer Organe
K1 stellt in Leberzellen aus Glutaminsäure eine bislang unbekannte Aminosäure her
K1 spielt bedeutende Rolle im Stoffwechsel von:
    •    Knochen
    •    Bindegewebe
    •    Nieren
K1 ist ein unersetzbarer Stoff für Eiweißsubstanzen in Lunge und Herz
K1 ist unersetzlich für gesunden Fettstoffwechsel (neben den ebenfalls fettlöslichen Vitaminen A, D, E)
K1 unterstützt Kohlehydrateinbau in Zellen
K1 unterstützt die Arbeit der Leber
K1 wird in Leber gespeichert und schneller umgesetzt als andere fettlösliche Vitamine
K1 erzeugt ein Protein des endoplasmatischen Retikulums - ein typisches Membranprotein, dessen Struktur bislang nicht exakt bestimmt werden konnte
K1 wird während der Carboxylierung in Vitamin-K-Hydrochinon, dieses in Vitamin-K-2,3-Epoxid (dieses wird zu Vitamin-K-Hydrochinon zurückverwandelt, da es selbst inaktiv ist) und Wasser umgebaut unter gleichzeitiger Umwandlung des Glu-Peptides zum g-Carboxy-Glu-Peptid. Solche Proteine werden in vielfältiger Hinsicht benötigt. Die Umwandlung von Vit-K-Hydrochinon zu K-2,3-Epoxid bringt Energie für die Carboxylierungsreaktion. Die Carboxylierung läuft im endoplasmatischen Retikulum ab
K1 ist wichtig für Vitamin-K-Epoxid-Reduktase: führt K-2,3-Epoxid zum Vit.-K-Chinon und Hydorchinon über, es regeneriert also Vitamin K1
K1 liegt in Rattenleber zu 10% als Epoxid vor
K1 wird in seiner Funktion als K-Hydrochinon -> K-2,3-Epoxid -> VitaminK -> K-Hydrochinon gehemmt durch Cumarine. Durch Mutation von Vitamin-K-Epoxid-Reduktase verliert das Cumarin Warfarin seine Wirkung
K1 aktiviert vitamin-K-abhängige Proteine, die ohne K1 als unwirksame Vorstufen vorliegen
K1 ist für oxidative Prozesse in Mitochondrien verantwortlich (ATP-Gewinnung)
K1 dient als Elekronenüberträger in Chloroplasten (Photosynthese)
K1 stimuliert Blütenbildung bei Pflanzen
K1 dient in Bakterien in Form von K2 in Membran als Redoxsubstanz für Elektronentransport
K1 wird vor allem mit Membrankomponenten vergesellschaftet
K1 besteht aus 4 Isoprenresten (Phytolrest)
K1 wird durch die Phytyl- bzw. Prenylketten fettlöslich und erhält durch diese Ketten weitere spezifische Eigenschaften
K1 ist in natürlicher Form ein trans-Isomer, das cis-Isomer ist biologisch inaktiv
K1 hemmt Oxidation von Linolsäure, K-Hydrochinon dagegen stimuliert die Linolsäureoxidation, dieser Stoffwechselschritt wird durch Vitamin E inhibiert
K1 wird im Darm sehr unterschiedlich aufgenommen: abhängig von Fettanteilen, Nahrung und Gallensäure
K1 ist in der Aufnahme abhängig vom Gesundheitsstatus der Darmflora
K1 ist im Herzen in hohen Mengen gespeichert, erfährt dort aber keine Carboxylierung. Die Verwertung des hohen K1-Spiegels im Herzen ist noch unklar
K1 kann zum Teil in MK-4 umgewandelt werden, nicht aber MK-4 in K1
K1 induziert einen erhöhten Insulinausstoß ins Blut, wenn es nur in geringer Dosis aufgenommen wird (Hyperinsulinämie)